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Alnus – die Erle

 

Alnus ist der wissenschaftliche Name der Erle. In der Schweiz finden wir drei häufige Erlenarten: die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), die Grau-Erle (Alnus incana) und die Grün-Erle (Alnus viridis). Im Seeland kommen vor allem die Schwarz- und die Grau-Erle vor. Die strauchartige Grün-Erle ist eher in höheren Lagen anzutreffen.

Aufgrund ihres bevorzugten Lebensraumes an Ufern von Flüssen und Seen sowie in Auenwäldern und Feuchtgebieten ist die Erle neben anderen charakteristischen Pflanzen eine ständige Begleiterin unserer täglichen Arbeit, weshalb wir sie als Namensgeberin ausgewählt haben.

Erlen-Arten sind Pionierpflanzen an Standorten, die durch natürlichen wie menschlichen Einfluss ohne Pflanzenbewuchs sind. Sehr feuchte Standorte sind oft nährstoffarm; an diesen Standorten sind die Erlen dank ihrer Fähigkeit, Stickstoff zu binden, gegenüber anderen Pflanzen konkurrenzstark. Sie bereiten anderen Pflanzen den Boden auf. Im Gebirge gehören die Grün-Erlen zu den ersten Pflanzen, die nach Lawinen wieder aus dem Boden spriessen.

Durch ihr schnelles Wachstum und die stabilisierende Wirkung ihres Wurzelwerks werden Erlen beispielsweise in Wasserbauprojekten als natürlicher Uferschutz gepflanzt. Sie gelten durch Ihr Angebot an Lebensraum und Nahrung für verschiedene Tierarten als ökologisch wertvoll.

Wer sich für die Erle in Sage und Legende interessiert, kann hier mehr darüber erfahren.